Griechenland will zum Energieknotenpunkt werden. Eine wichtige Rolle spielen dabei erneuerbare Energiequellen. Als Übergangsbrennstoff bis zur Energiewende wird jedoch auf Erdgas und Erdöl gesetzt. Entsprechende Forschungs- und Bohrarbeiten sollen demnächst im Ionischen Meer beginnen.
Das griechische Umweltministerium hat in dieser Woche eine internationale Ausschreibung für die Vergabe von Explorations- und anschließend Ausbeuterechten von Erdöl bzw. Erdgas in Teilen des Ionischen Meeres bekannt gegeben. Interesse dafür bekundet haben bereits der US-Energiekonzern Chevron als auch die griechische HELLENiQ Energy.
Der Minister für Umwelt und Energie Theodoros Skylakakis sprach in diesem Zusammenhang von einer „wichtigen Entwicklung in Richtung Energiesicherheit“ Griechenlands. Er erklärte, dass Erdgas etwa als „Übergangsbrennstoff für die Energiewende“ diene, bei der Griechenland wegweisend fungiere.
Energieknotenpunkt
Die Staatssekretärin im Umwelt- und Energieministerium Alexandra Sdoukou hatte zuvor im Rahmen eines Wachstumskongresses in Thessaloniki festgestellt: „Griechenland ist heute ein wichtiger Energieknotenpunkt für Mittel- und Osteuropa und ein Exporteur von Energiesicherheit“. Dabei erklärte sie, dass Hellas seit sechs Jahren große Schritte im Bereich der Energie-Investitionen getan habe. Was die Elektroautos angeht, so erklärte die Staatssekretärin, dass im Jahr 2019 etwa 600 solcher Fahrzeuge in Griechenland unterwegs waren; geladen werden konnten diese damals an 60 Stationen. Inzwischen aber seien 50.000 Elektroautos auf den griechischen Straßen unterwegs, für sie stünden 6.500 Ladestationen bereit.
Windkraftanlagen
Negative Suche vor Zypern
Einer Studie des Zentrums der liberalen Studien zufolge spiele Griechenland eine wichtige Rolle auch beim Speichern und der Vertriebsnetze von Strom. Hervorgehoben wurde dabei, dass Hellas die CO₂-Emissionen seit 2010 „erheblich reduzieren konnte“.
Unterdessen wurde Anfang Februar bekannt, dass die Suche nach möglichen Erdgasvorkommen in Teilen der Meeresregion vor Zypern negativ verlaufen sei; man werde an anderen Stellen weiter suchen. (Griechenland Zeitung / eh)