Auf heftige Kritik ist eine Entscheidung des Berufungsgerichtes gestoßen, wonach das frühere Mitglied der faschistischen Partei Chryssi Avgi (CA), Jorgos Patelis, unter Auflagen auf freien Fuß kommt. Er muss sich einmal im Monat bei der Polizeistation seines Wohnortes melden und darf das Land nicht verlassen.
Als Grund für seine vorzeitige Entlassung waren psychologische Probleme seines Kindes ins Feld geführt worden, die von den Richtern anerkannt wurden.
Vor etwa einem Jahr war Patelis wegen seiner Aktivitäten bei der CA bzw. wegen Mitgliedschaft in einer kriminellen Organisation zu zehn Jahren Freiheitsentzug verurteilt worden. Für die Ermordung des Musikers Pavlos Fyssas im September 2013 hatte ihm das Gericht der „einfachen Mittäterschaft“ für schuldig befunden.
Die kommunistische Partei des Landes (KKE) kritisierte die Entscheidung des Berufungsgerichtes mit scharfen Worten. Dies sei eine Beleidigung für alle Opfer der CA. Die KKE erinnerte daran, dass unter den Opfern nicht nur Fyssas, sondern auch dutzende Immigranten und Kommunisten seien. (Griechenland Zeitung / eh)