Eine Telekonferenz der Eurogruppe und Statements Europäischer
Politiker, vor allem aus Deutschland, sorgte für Reaktionen in
Griechenland. Venizelos informiert die Parteichefs über die
Ergebnisse der Telekonferenz. Papadimos trifft sich mit Papandreou
und Samaras. Zu den neusten Ereignissen und der Telekonferenz der
Eurogruppe am Mittwoch will sich am heutigen Donnerstag der
Ministerpräsident Loukas Papadimos mit den zwei Parteichefs Jorgos
Papandreou (PASOK) und Antonis Samaras (Nea Dimokratia) in
separaten Gesprächen treffen. Der Finanzminister traf sich aus dem
gleichen Grund heute Vormittag gesondert mit dem Vorsitzenden der
Orthodoxen Volkssammlung LAOS Jorgos Karatzaferis und der
Vorsitzenden der Demokratischen Allianz Dora Bakojanni.
atischen Allianz Dora Bakojanni. Karatzaferis schlug vor,
dass man „diplomatisch und politisch, gegen den Druck, den die
deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel ausübt“, vorgehen solle.
Bakojanni verlieh hingegen ihrer Meinung Ausdruck, dass man eine
„klare Botschaft“ senden solle, dass Griechenland die strukturellen
Veränderungen umsetzen werde und dass das Land „in der Eurozone
bleiben möchte“. Im Verlaufe des Tages will der Finanzminister auch
die anderen politischen Oberhäupter zur Telekonferenz der
Eurogruppe informieren. Bereits am Mittwochabend hatte er den
Ministerpräsident Papadimos über die Telekonferenz informiert.
Für großes Aufsehen in den griechischen Medien sorgte vor allem eine Äußerung des deutschen Finanzministers Wolfgang Schäuble. Er hatte zu verstehen gegeben, dass Griechenland möglicherweise ein „Fass ohne Boden“ sei. Auch die Äußerung, dass Europa heute den Bankrott eines Mitgliederstaates besser verkraften könne als vor zwei Jahren, sorgte in Griechenland für Beunruhigung. Der griechische Staatspräsident Karolos Papoulias fragte sich in diesem Zusammenhang: „Wer ist Herr Schäuble, dass er Griechenland kränkt?“
Der Fraktionsvorsitzende der Linksallianz Syriza äußerte sich ebenfalls zu den Statements aus Europa. Er stellte fest: „Es fehlt noch, dass sie von uns verlangen, die Demokratie aufzuheben, damit sie uns die neuen Kredite geben.“
(Griechenland Zeitung / eh)
Für großes Aufsehen in den griechischen Medien sorgte vor allem eine Äußerung des deutschen Finanzministers Wolfgang Schäuble. Er hatte zu verstehen gegeben, dass Griechenland möglicherweise ein „Fass ohne Boden“ sei. Auch die Äußerung, dass Europa heute den Bankrott eines Mitgliederstaates besser verkraften könne als vor zwei Jahren, sorgte in Griechenland für Beunruhigung. Der griechische Staatspräsident Karolos Papoulias fragte sich in diesem Zusammenhang: „Wer ist Herr Schäuble, dass er Griechenland kränkt?“
Der Fraktionsvorsitzende der Linksallianz Syriza äußerte sich ebenfalls zu den Statements aus Europa. Er stellte fest: „Es fehlt noch, dass sie von uns verlangen, die Demokratie aufzuheben, damit sie uns die neuen Kredite geben.“
(Griechenland Zeitung / eh)