Griechenland / Athen. Von dem neuen Sparpaket, das mit Vertretern
des Internationalen Währungsfonds, der EU-Kommission sowie der
Europäischen Zentralbank ausgearbeitet wird, sollen vor allem
Beamte und Rentner des öffentlichen Dienstes betroffen sein. Das
sickerte nach einem Treffen von Premierminister Jorgos Papandreou
mit den Führungen der Arbeitnehmer- und Arbeitgeberverbände am
gestrigen Dienstag durch. Dabei wurde bekannt, dass das 13. und 14.
14. Monatsgehalt für alle Rentner mit
Staatsrenten sowie für Beamte gestrichen werden soll. Ferner soll
die Mehrwertsteuer erneut erhöht werden, diesmal auf 23 Prozent.
Weitere Steuererhöhungen soll es demzufolge auch bei den indirekten
Steuern auf Tabak, Spirituosen und Kraftstoffe geben.
Für den Staatsdienst ist das Einfrieren der Gehälter für mindestens drei Jahre geplant; der bereits geltende Einstellungsstopp soll für unbestimmte Zeit beibehalten werden. Die neuen Sparmaßnahmen sind noch nicht offiziell angekündigt worden, dies könnte aber bald geschehen, hieß es von Seiten des Finanzministeriums.
Iannis Panagopoulos, der Präsident des Gewerkschaftsbundes des Privatsektors GSEE, bezeichnete die Maßnahmen nach dem Treffen mit dem Premier Jorgos Papandreou als „einseitig und ungerecht“.
Bei Protesten gegen das Sparpaket ist es am gestrigen Donnerstag in Athen zu Ausschreitungen gekommen. Vor dem Parlamentsgebäude warfen etwa 50 vermummte Personen Steine auf Polizisten. Vor dem Finanzministerium musste die Polizei Tränengas einsetzen, um dort demonstrierende Lehrer davon abzuhalten, das Gebäude zu stürmen. (Griechenland Zeitung / rk)
Für den Staatsdienst ist das Einfrieren der Gehälter für mindestens drei Jahre geplant; der bereits geltende Einstellungsstopp soll für unbestimmte Zeit beibehalten werden. Die neuen Sparmaßnahmen sind noch nicht offiziell angekündigt worden, dies könnte aber bald geschehen, hieß es von Seiten des Finanzministeriums.
Iannis Panagopoulos, der Präsident des Gewerkschaftsbundes des Privatsektors GSEE, bezeichnete die Maßnahmen nach dem Treffen mit dem Premier Jorgos Papandreou als „einseitig und ungerecht“.
Bei Protesten gegen das Sparpaket ist es am gestrigen Donnerstag in Athen zu Ausschreitungen gekommen. Vor dem Parlamentsgebäude warfen etwa 50 vermummte Personen Steine auf Polizisten. Vor dem Finanzministerium musste die Polizei Tränengas einsetzen, um dort demonstrierende Lehrer davon abzuhalten, das Gebäude zu stürmen. (Griechenland Zeitung / rk)