Das 8. Internationale Filmfestival „Bridges“ geht ab heute (13.6.) in Loutraki nahe Korinth sowie in Agioi Theodorii über die Bühne. „Neun Tage lang werden sich die beiden Orte mit Bildern, Geschichten, Filmemachern und Kultur aus allen Ecken der Welt füllen“, heißt es in einer Pressemitteilung.
Gezeigt werden 90 Kurz- und Kinospielfilme sowie Dokumentationen aus 26 Ländern, wobei in vielen Fällen die Regisseure und Regisseurinnen anwesend sein werden.
Im Sommerkino „Elektra“ in Loutraki ist am 18. Juni, um 22.45 Uhr, auch die Dokumentation „Homelandsickness“ („Heimatweh, D 2023) von Gülsel Özkan zu sehen. Der Film erzählt von einem Kapitel der europäischen Geschichte, das heute nur noch wenigen Menschen bekannt ist. Vor mehr als hundert Jahren wurden im Zuge des sogenannten Bevölkerungsaustauschs zwischen Griechenland und der Türkei mehr als zwei Millionen Menschen gezwungen, ihre Heimat zu verlassen. Der Film wurde u. a. auch im deutsch-französischen Sender ARTE TV gezeigt. Für Griechenland ist die in Deutschland lebende Regisseurin übrigens noch auf der Suche nach einem Vertrieb.Die Protagonistin des Films, Despina Tsouflidou, starb vor wenigen Tagen im Alter von 97 Jahren. Die Filmvorführung stellt deswegen auch „eine Würdigung ihres Lebens und ihrer Erinnerung“ dar, so die Regisseurin Gülsel Özkan zur Griechenland Zeitung. Beendet wird das Festival „Bridges“ mit der Verleihung der „Nireas-Preise“ am 21. Juni um 18.30 Uhr im Internationalen Kulturzentrum Petrosophy in Agioi Thedorii. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei. Rund um das Festival finden zahlreiche Veranstaltungen statt. Infos: www.bridgesfest.eu (Griechenland Zeitung / rs)