Griechenland / Athen. Zum zweiten Male seit Juni 2006 gelang es
zwei Schwerverbrechern mit einem Hubschrauber aus dem Athener
Zentralgefängnis Korydallos zu entkommen. Es handelt sich um den
berüchtigten Bankräuber, Entführer und Lösegelderpresser Vassilis
Paläokostas sowie um den in der Kriminellenszene berüchtigten
albanischen Staatsbürger Alket Rizai. Beide waren Ende vergangenen
Jahres in die Entführung des Präsidenten des Nordgriechischen
Industrieverbandes Jorgos Milonas verwickelt. Am Sonntagmittag
näherte sich ein Miethubschrauber gegen 15.
15.45 Uhr
dem nur etwa 20 Quadratmeter großen Gefängnishof, in dem sich
Paläokostas und Rizai zu dieser Zeit befanden. Die vom Hubschrauber
aus agierenden Fluchthelfer, ein Mann und eine Frau, ließen eine
Strickleiter fallen, an der die beiden Haftinsassen in die Maschine
kletterten. Ein bewaffneter Wachmann, der nur wenige Meter von dem
Geschehen postiert war, blieb untätig, weil die Entführer ihn mit
einer Maschinenpistole bedrohten. Erst als der Helikopter sich etwa
80 bis 100 Meter über dem Gefängnis befand, gaben Wachpolizisten
Schüsse ab, konnten jedoch die Flucht nicht mehr verhindern. Der
Hubschrauber landete wenige Minuten später nördlich von Athen bei
Polydendro neben der Autobahn; die beiden Kriminellen sowie ihre
Fluchthelfer verschwanden in einem dunkelfarbigen Geländewagen. Von
ihnen fehlt bisher jede Spur.
Der Pilot gab an, dass man ihn mit einem Maschinengewehr sowie einer Handgranate zur Kooperation gezwungen habe. Ein Mann und eine Frau hatten den Hubschrauber gemietet, um angeblich einen Rundflug über Athen zu absolvieren. Medienberichten zufolge dürften die Kriminellen nun versuchen, sich ins Ausland abzusetzen. Hilfreich sollen dabei etwa fünf bis sechs Millionen Euro Lösegeld sein, die durch die vorangegangene Entführung des Unternehmers Mylonas erpresst wurden und die noch nicht entdeckt worden sind. Die Entführung von Mylonas erfolgte im Juni 2008; nach der Lösegeldzahlung wurde er von den Entführern frei gelassen. Im August konnte Vassilis Paläokostas verhaftet werden und saß seither im griechischen Zentralgefängnis in Korydallos.
Wegen der spektakulären Flucht der Kriminellen – beide waren im Sommer 2006 auf dem gleichen Wege, d.h. ebenfalls mit einem Hubschrauber, aus dem griechischen Zentralgefängnis entkommen – wird heute Mittag (23.2.) das Kabinett unter Vorsitz von Premier Kostas Karamanlis tagen.
Das erneute Fiasko in Korydallos hatte den Rücktritt des Gefängnisleiters, des für die Gefängnisinspektion zuständigen Beamten sowie eines Sondersekretärs im Justizministerium zur Folge. Zahlreiche Fragen bleiben unbeantwortet. In erster Linie wird kritisiert, dass nach der ersten spektakulären Flucht 2006 von den angekündigten zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen keine einzige verwirklicht worden ist. Beispielsweise hätten Drahtgitter über den Freigang-Höfen angebracht werden sollen, um eine abermalige Flucht „auf dem Luftweg" zu verhindern. (Text: Griechenland Zeitung / as; Foto: Eurokinissi)
Der Pilot gab an, dass man ihn mit einem Maschinengewehr sowie einer Handgranate zur Kooperation gezwungen habe. Ein Mann und eine Frau hatten den Hubschrauber gemietet, um angeblich einen Rundflug über Athen zu absolvieren. Medienberichten zufolge dürften die Kriminellen nun versuchen, sich ins Ausland abzusetzen. Hilfreich sollen dabei etwa fünf bis sechs Millionen Euro Lösegeld sein, die durch die vorangegangene Entführung des Unternehmers Mylonas erpresst wurden und die noch nicht entdeckt worden sind. Die Entführung von Mylonas erfolgte im Juni 2008; nach der Lösegeldzahlung wurde er von den Entführern frei gelassen. Im August konnte Vassilis Paläokostas verhaftet werden und saß seither im griechischen Zentralgefängnis in Korydallos.
Wegen der spektakulären Flucht der Kriminellen – beide waren im Sommer 2006 auf dem gleichen Wege, d.h. ebenfalls mit einem Hubschrauber, aus dem griechischen Zentralgefängnis entkommen – wird heute Mittag (23.2.) das Kabinett unter Vorsitz von Premier Kostas Karamanlis tagen.
Das erneute Fiasko in Korydallos hatte den Rücktritt des Gefängnisleiters, des für die Gefängnisinspektion zuständigen Beamten sowie eines Sondersekretärs im Justizministerium zur Folge. Zahlreiche Fragen bleiben unbeantwortet. In erster Linie wird kritisiert, dass nach der ersten spektakulären Flucht 2006 von den angekündigten zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen keine einzige verwirklicht worden ist. Beispielsweise hätten Drahtgitter über den Freigang-Höfen angebracht werden sollen, um eine abermalige Flucht „auf dem Luftweg" zu verhindern. (Text: Griechenland Zeitung / as; Foto: Eurokinissi)